Winter 2020

Text

Ein grosser Teich war zugefroren

Ein grosser Teich war zugefroren;
Die Fröschlein, in der Tiefe verloren,
Durften nicht ferner quaken noch springen,
Versprachen sich aber, im halben Traum:
Fänden sie nur da oben Raum,
Wie Nachtigallen wollten sie singen.
Der Tauwind kam, das Eis zerschmolz,
Nun ruderten sie und landeten stolz
Und sassen am Ufer weit und breit
Und quakten wie vor alter Zeit.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)

Herbst 2019

Bis heute, den 17.10.19 hatten wir einen traumhaften Herbst. Mein persönliches absolutes Highlight war die Zugspitzbesteigung zum Herbstbeginn. Das war schwierig, das war anstrengend und ich bin stolz wie Bolle, dass ich es mit einer Hüttenübernachtung bis ganz nach oben geschafft habe! Ich wünsche Ihnen allen einen fantastischen Spätherbst und einen sanften Übergang in die Winterzeit. Bleiben Sie alle gesund, ich freue mich weiterhin auf eine großartige Zusammenarbeit mit Ihnen und melde mich, wenn München tief verschneit ist und die Loipen mich rufen, wieder.
Herzliche Grüße,
Ursu Mahler

„Der Herbst ist immer unsere beste Zeit.“

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Sommer 2019

Sommer in den Cinque Terre/Lerici

Ihnen allen einen wunderschönen Sommer, egal ob am Schreibtisch oder am Strand!

Die große Sonne ist versprüht,
der Sommerabend liegt im Fieber,
und seine heiße Wange glüht.
Jach seufzt er auf: »Ich möchte lieber …«
Und wieder dann: »Ich bin so müd …«

Die Büsche beten Litanein,
Glühwürmchen hangt, das regungslose,
dort wie ein ewiges Licht hinein;
und eine kleine weiße Rose
trägt einen roten Heiligenschein.

Rainer Maria Rilke
Larenopfer

Frühling 2019

Frühling 2019 Liebe Kunden, liebe Gäste, liebe Freunde,

Heute, am 16.02.2019 ist es herrlich warm und wir spüren bereits den herannahenden  Frühling. Dies ist die Zeit zwischen nächtlichen Minus -Temperaturen und am Tag im kurzärmeligen T-Shirt vor dem Tambosi draußen zu sitzen.  Das passende Gedicht dazu von Rilke:

Frühling ist wiedergekommen. Die Erde
ist wie ein Kind, das Gedichte weiß;
viel, o viele ... Für die Beschwerde
langen Lernens bekommt sie den Preis.

Streng war ihr Lehrer. Wir mochten das Weiße
an dem Barte des alten Manns.
Nun, wie das Grüne, das Blaue heiße,
dürfen wir fragen: sie kanns, sie kanns!

Erde, die frei hat, du glückliche, spiele!
nun mit den Kindern. Wir wollen dich fangen,
fröhliche Erde. Dem Frohsten gelingts.

O, was der Lehrer sie lehrte, das Viele,
und was gedruckt steht in Wurzeln und langen
schwierigen Stämmen: sie singts, sie singts!
Rainer Maria Rilke (1875 – 1926), René Karl Wilhelm Johann Josef Maria, österreichischer Erzähler und Lyriker  

Winter 2018

Winter 2018
Liebe Kunden, liebe Gäste, liebe Freunde,

Ihnen allen eine fröhliche Winterzeit!

Winter
Das Feld ist kahl, auf ferner Höhe glänzet 
Der blaue Himmel nur, und wie die Pfade gehen, 
Erscheinet die Natur, als Einerlei, das Wehen 
Ist frisch, und die Natur von Helle nur umkränzet.

Der Erde Stund ist sichtbar von dem Himmel 
Den ganzen Tag, in heller Nacht umgeben, 
Wenn hoch erscheint von Sternen das Gewimmel, 
Und geistiger das weit gedehnte Leben.

Friedrich Hölderlin (1770 – 1843)

Sommer 2018

Sommer 2018
Liebe Kunden, liebe Gäste, liebe Freunde,

wir hatten einen traumhaften Frühsommer, jetzt explodiert die Natur und alles blüht. Ich wünsche Ihnen allen einen intensiven Sommer mit allen Genüssen!
Herzliche Grüße
Ihre Ursu Mahler

Guter Rat 
An einem Sommermorgen
da nimm den Wanderstab,
es fallen deine Sorgen
wie Nebel von dir ab.

Des Himmels heitre Bläue
lacht dir ins Herz hinein
und schließt, wie Gottes Treue,
mit seinem Dach dich ein.

Rings Blüten nur und Triebe
und Halme von Segen schwer,
dir ist, als zöge die Liebe
des Weges nebenher.

So heimisch alles klingt
als wie im Vaterhaus,
und über die Lerchen schwingt
die Seele sich hinaus.

Theodor Fontane

Frühling 2018

Liebe Kunden, liebe Gäste, liebe Freunde,

noch klammert der Winter und versucht, standhaft zu sein. Nützt aber nichts – jetzt ist Frühling! In der Natur ist es die Zeit des Neubeginns, des Aufbruchs, des Erblühens.

Wir Menschen können diesen Impetus übernehmen und für uns nützen. Dazu einen anregenden Text von J. W. Goethe:

„Und so lang du das nicht hast,
dieses Stirb und Werde,
bist du nur ein trüber Gast
auf der dunklen Erde.“
West-östlicher Divan, Buch des Sängers, Selige Sehnsucht

Ihnen allen eine gelingende Vorfrühlings-Saison.

Ihre Ursu Mahler